German ToBI (GToBI)

GToBI ("German Tones and Break Indices") ist ein Transkriptionssystem für die Intonation des Deutschen. Die Grundlagen sind leicht zu erlernen und flexibel für verschiedene Anwendungen einzusetzen. Es wurde zwischen 1995 und 1996 von Forschern aus Saarbrücken, Stuttgart, München und Braunschweig mit dem Ziel entwickelt, prosodisch annotierte Daten leichter austauschen zu können. Es basiert auf dem ToBI-Framework, das zunächst für das amerikanische Englisch entwickelt (Beckman & Hirschberg 1994, Beckman et al. 2005) und dann auf viele verschiedene Sprachen angewandt wurde.

Mehr Informationen über GToBI und Trainingsmaterialien finden Sie auf unserer GToBI-Webseite.  

Weiteres Lehr- und Lernmaterial zur Intonation:

  • Grice, Martine (2006). Intonation, in Brown, Keith (ed.) Encyclopedia of Language and Linguistics, 2nd Edition, Elsevier: Oxford, vol 5, pp. 778-788 (pdf).
  • Grice, Martine & Stefan Baumann (2007). An Introduction to Intonation – Functions and Models. In Trouvain, Jürgen & Ulrike Gut (eds.): Non-Native Prosody. Phonetic Description and Teaching Practice. Berlin, New York: De Gruyter (= Trends in Linguistics. Studies and Monographs [TiLSM] 186). 25-51 (pdf)

Seit 2011 finden regelmäßig Workshops unter dem Titel "Deutsche Intonation: Modellierung und Annotation (DIMA)" statt, an denen ForscherInnen aus ganz Deutschland teilnehmen. Ziel der Workshops ist es, ein gemeinsames, theorie-neutrales Basis-Transkriptionssystem für gesprochenes Deutsch zu entwickeln. Weitere Informationen zu dieser Workshopreihe finden Sie hier.